Frieden in Berlin

Autoren: Martina Basso, Marius van Hoogstraten

Für Mennoniten gehört Frieden in den Mittelpunkt christlicher Theologie. Aber Frieden kann an verschiedenen Orten und Zeiten Unterschiedliches bedeuten. Deshalb überlegte die VDM, was Frieden heute heißt, und verabschiedete eine ‘Erklärung zum Gerechten Frieden‘. Dieses Dokument zeigt theologische Grundlagen für Frieden auf und beschreibt im zweiten Teil auch praktische Bewährungsfelder für Frieden und Gewaltfreiheit. Ein erster Schritt war die Gründung des Mennonitischen Friedenszentrums in Berlin.

 

Kultur des Friedens

Unsere Arbeit baut auf der Erklärung der VDM auf. Unsere Projekte und Arbeitsschwerpunkte sollen exemplarisch zeigen, wie eine ‘Kultur des Friedens‘ entstehen kann. Wie sieht eine Friedenskirche in einer multikulturellen Großstadt wie Berlin aus? In der Erklärung schrieb die VDM: ‘Der Friedensauftrag beschränkt sich nicht auf das Beenden von Gewalt, sondern will Strukturen schaffen, die zu einem gerechten und nachhaltigen Frieden beitragen‘.

 

Was bedeutet Frieden konkret?

Wir engagieren uns für Frieden in verschiedener Weise: Ein besonderer Schwerpunkt ist Gewaltprävention durch Netzwerkarbeit. Wir machen Stadtteilarbeit im sozialen Brennpunkt, unterstützen Gewaltprävention durch Sport (Karateunterricht für Mädchen), und schaffen Raum für interkulturelle und interreligiöse Begegnungen. Wir kooperieren mit Mennoniten in Simbabwe, um über die politische Lage in Simbabwe zu informieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Wir verleihen dem Friedenszeugnis Gehör auf gesellschaftlichen und politischen Ebenen. Unter anderem beteiligen wir uns an kommunalen Prozessen und begleiten die Arbeit des freikirchlichen Beauftragten am Sitz der Bundesregierung. Gleichzeitig bleiben wir der Spiritualität des gerechten Friedens auf der Spur. Wir stehen mennonitischen Gemeinden und Werken als Gesprächspartner zur Verfügung und suchen das ökumenische Gespräch.