Ziele und konkrete Beispiele

Autor: Sylvia Shirk
Übersetzung: Martje Postma 

Der Hilfsfonds, in 1977 eingerichtet, ist die helfende Hand der französischen Mennoniten, die sich zu jenen Menschen ausstreckt, von denen wir wissen, dass sie zeitweilig oder auch auf längere Zeit in Not geraten sind.

 

Syrien

Das Jahr 2013 war von einer erneuten Hilfsaktion für Syrien gekennzeichnet. In einer email vom September dankt der Beauftragte des MCC für Syrien den Französischen und Schweizer Mennoniten für ihre 'fantastische und nicht nachlassende Hilfe, und Eure Gebete für das Syrische Volk. Die Pakete sind angekommen, und bei einer großen Anzahl verschiedener Kirchen an Flüchtlinge verteilt, die aus ihren Häusern vertrieben wurden...'

Seit dem Beginn des Konfliktes wurden mehr als 3500 Pakete mit Hygienebedarf, 200 Decken und eine Summe von € 15.000 in zwei Containern bis nach Jordanien und Syrien auf die Reise geschickt. 2013 beteiligten sich die Schweizer Mennoniten, und füllten den Container mit Eimern voller Hilfsgüter. Diese Schenkungen kamen von Einzelnen oder Haushalten. Die Versandkosten für die Container (etwa € 8.500) bezahlt aus Kollekten bei Konzerten einer Gruppe junger Künstler aus einer der Gemeinden bezahlt. Eine Gemeinde im nördlichen Elsass besorgte das Sortieren, die Vorbereitung und den Versand der französischen Hilfsgüter.

 

Afghanistan

Von Anfang an hat der Hilfsfonds ein Weihnachtsprojekt betrieben, um eine Not zu lindern die mehr eine chronische ist, und doch nicht weniger kritisch. In diesem Jahr wurden wir aufmerksam auf ein Schulprojekt zugunsten von Hazara Frauen und Kindern in Afghanistan.Das vor zehn Jahren von Mitgliedern einer unserer Kirchen begründete Projekt 'Der Pelikan' errichtete 2013 ihr erstes Tagesheim für Hazara Kinder. Das Projekt wuchs sehr schnell und wurde alsbald erweitert, um weiteren hundert Frauen und Mädchen Unterricht zu ermöglichen (Lesen und Schreiben und Nähkurse), sowie Lehrgänge für professionelles Backen und die Geschäftsführung von Kleinbetrieben, und vor zwei Jahren startete eine Unterrichtseinheit Zeichensprache. Im Jahre 2007 finanzierte der Hilfsfonds den Ankauf von Einrichtungsgegenständen für die Bäckerei.

 

Sieben Jahre später trugen die Schenkungen zur Schaffung eines Zentrums in Bamiyan bei, nach dem Vorbild von demjenigen in Kabul. Im November starb Jacques, Mitbegründer von 'Le Pélican'. Doch Ariane gibt nicht auf. Ihre Erklärung:

 

Der Pelikan musste seinen Platz hier auf dieser Hochebene finden, wo es nichts gibt außer armen Menschen, ohne irgendwelche Hilfsmittel: keine Schulen, keine Geschäfte, kein Krankenhaus, kein Strom, kein Wasser.....ihnen fehlt alles. Also ist es einfach, ihnen zu helfen!